fub presents: Donnerstag, 28. Mai 2015 JOHANNES OEHME „Der Erdenwunder schönstes war die Mauer“ – Peter Hacks und der Staatshumanismus

OEHME 28 05 20150001Woher kommt und wohin führt linke und weniger linke Staatsverachtung? Stammt die fixe Idee einer „Revolution gegen den Staat“ von Karl Marx oder doch eher von Eugen Dühring? Was nützt der Staatshumanismus von Goethe, Hegel, Marx und Hacks gegen romantische Erweckungsbewegungen von 1813 bis 1989 und danach? Statt des Vorwurfs, die DDR sei zuviel Staat gewesen, könnte man auch die Gegenposition vertreten und behaupten, dass sie nicht Staat genug war. Was haben Wolf Biermann, Heiner Müller, Franz Fühmann und Markus Wolf mit der „Zerstörung der Vernunft“ (G. Lukács) und somit der Zerstörung der DDR zu tun? Und warum konnte der „Salonbolschewist“, „Fürstenknecht“ und „Totalitarist“ Hacks auch in den Niederungen der Nachwendezeit so erlesene wie nützliche Dramen, Gedichte und Essays hervorbringen? Der Vortrag umreißt mit Hilfe ausgewählter Zitate die politischen Grundpositionen von Peter Hacks.

Johannes Oehme ist Student der Philosophie und Geschichte an der FU Berlin, Mitglied der Peter-Hacks-Gesellschaft und des “Unentdecktes Land” e.V. Außerdem ist er Herausgeber der Reihe “Analysen zum deutschen Imperialismus” (edition ost).

Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1,  Bamberg
Uhrzeit: 20h c.t.
Eintritt: frei

fub presents: Donnerstag, 14.05.2015 MARCO BONAVENA & JOHANNES HAUER: Die Grenzen der Schrumpfung

BONAVENA & HAUER 14 05

In den letzten Jahren wurden viele Illusionen über den Kapitalismus auf schmerzhafte Weise zerstört: Die Weltwirtschaft steckt in der Krise, der Abbau von Sozialsystemen und die Verschärfung von Konkurrenz und Verelendung sind die Folge. Es mehren sich Stimmen, die nach Alternativen zum Kapitalismus fragen, unter ihnen auch die zusehends populärer werdende Idee einer Postwachstumsökonomie. Um sie soll es gehen: Wir wollen zeigen, dass die Vertreter_innen von „Degrowth“ keine überzeugenden Antworten auf die drängenden Probleme der bürgerlichen Gesellschaft finden können und warum das so ist – weil sie keines der grundlegenden Verhältnisse dieser Gesellschaft in Frage stellen. In Abgrenzung zur Empörung über die Dominanz des „Wachstumsdenkens“ in unserer Gesellschaft wollen wir den Zusammenhang von sozialökologischer Katastrophe und kapitalistischer Akkumulation in Ansätzen herausarbeiten und Vorschläge für eine politische Perspektive jenseits der Schrumpfung machen.

Die Referenten Marco Bonavena und Johannes Hauer sind Teil der IG Roboterkommunismus in der Leipziger translib. Die IG widmet sich der Kritik der gegenwärtigen Alternativökonomie.

Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1, Bamberg
Zeit: 20h ct
Eintritt: Kostenlos