Donnerstag, 09.12. TILMAN KALLENBACH: Buffy matters. Kulturindustrie aus (linker) Fanperspektive

Buffy Anne Summers und ihre Freund_innen haben es tagtäglich mit den Schrecken zu tun, die gemeinhin für den Horror des Heranwachsens gehalten werden. Sie bleiben aber auch danach weiterhin existent und sind keineswegs weniger ärgerlich. Buffy kämpft gegen jenes allgegenwärtige Böse, dass uns alle davon abhält, das zu tun, was uns das Liebste wäre.
Und sie kämpft gegen die allgegenwärtige Ignoranz und Gleichgültigkeit diesem bösen Ganzen gegenüber. – Das ist ungefähr die Rahmenerzählung von »Buffy the Vampire Slayer«, einer amerikanischen Fernsehserie der 1990er Jahren.
Als Fox-Serie trifft auf Buffy aber insbesondere das zu, was Horkheimer und Adorno als »Kulturindustrie« brandmarken, jene »Apologie der Gesellschaft«, von der sie in der »Dialektik der Aufklärung« schreiben: »Vergnügtsein heißt Einverstandensein.«
Anhand von Buffy soll im Vortrag die Kulturindustriethese diskutiert und die Frage aufgeworfen werden, ob und inwieweit es Utopie oder gar Kritik innerhalb kulturindustrieller Bedingungen geben kann.

Tilman Kallenbach studiert Soziologie und Pädagogik in Bamberg und kennt Buffy nur im amerikanischen Original.

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