
Die kapitalistische Gesellschaft ist nicht harmonisch, sondern geprägt von Widersprüchen und Kämpfen. Kritische Pädagogik erkennt diese Realität an und weigert sich dennoch, sich ihr zu fügen. Anstatt die Kinder und Jugendlichen zu konkurrenz- und staatsfähigen Einzelnen zu erziehen, ist ihr Ziel die Mündigkeit. Das führt zum zentralen Problem der kritischen Pädagogik: Wie werden die Kinder und Jugendlichen vom pädagogischen Objekt zum politischen Subjekt? Welche Widersprüche prägen alle Versuche emanzipatorischen erzieherischen Handelns? Und warum führt eine technische Betrachtung der Pädagogik in eine Sackgasse? Im Anschluss wollen wir gemeinsam über die Möglichkeiten und Grenzen einer kritischen Pädagogik diskutieren.
Annika und Jan arbeiten bei den Falken in Thüringen. Linke Theorie ist ihnen wichtig als Beitrag zur Verwirklichung einer befreiten Gesellschaft.