
DAS FUB-Programm für das Wintersemester 2021/2022 ist da!



Weitere Infos und teilnehmende Gruppen unter freieunibamberg.de/AET
Wir wollen euch natürlich auch im Wintersemester 2021/22 wieder ein ausgewogen unausgewogenes Programm bieten und treffen uns daher am letzten Donnerstag des Wintersemesters auf jitsi, um Bier zu trinken und über das Wintersemester nachzudenken. Alle, die uns kennenlernen oder in der freien uni bamberg mitmachen wollen, sind dazu sehr herzlich eingeladen.
Wir treffen uns hier: https://meet.jit.si/freieunibamberg
Beginn: 20:00
Eintritt/Zugang: frei

Linke Milieus gerieren sich gern als Gegenpol zu Phänomenen wie Rassismus, Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus. Schilder in linken Läden lassen etwa verlauten, Sexismus werde hier nicht geduldet. Doch warum hält sich sexuelle Gewalt so hartnäckig in diesen Kreisen? Davon zeugen nicht zuletzt die ständigen Auseinandersetzungen, die vor allem Frauen zum Beispiel mit ehemaligen Partnern führen müssen. Diese Konflikte bilden jedoch nur die Spitze dessen, was in den Betten dieses »aufgeklärten Milieus« vor sich geht. So ist das Erleben von Mitgliedern linker Szenen stark geschlechtlich getrennt: Während Männer sich um wichtige politische Anliegen, Demos, Aktionen und Strategien kümmern können, befinden sich viele linke Frauen und Queers in einem ständigen Beziehungskampf um Anerkennung sowie um Räume und soziale Netzwerke, in denen sie sich frei bewegen und sicher fühlen können. Der Widerspruch zwischen dem antisexistischen Selbstbild und der sexistischen Lebenspraxis der Linken liegt auch in der massiven Unterschätzung der Tiefe begründet, mit der sich sexistische Gesellschaftsstrukturen in Denken, Fühlen und Handeln von uns allen eingraben.
Jeja Klein macht freien Journalismus unter anderem für neues deutschland, Supernova, analyse & kritik oder Titanic. Es hat unter anderem Philosophie und Geschichte studiert und interessiert sich insbesondere für Fragen der sexuellen Gewalt, der Männlichkeit und der männlichen Sexualität sowie für queere Themen. Jeja ist nichtbinär und wird mit den Pronomen Es und Sie angesprochen.
Der Vortrag findet in Kooperation mit Phia e.V. statt und bildet den Auftakt der Vortragsreihe »Beziehungsweise Männlichkeit – von Catcalling bis Femizid«. Weitere Vorträge werden am 22. und 29. Juli im Mjut in Leipzig und am 5. und 12. August in der Zukunft am Ostkreuz in Berlin stattfinden. Alle Vorträge werden online übertragen, nähere Infos unter www.phia-ev.de.
Link zum Vortrag: https://uni-bamberg.zoom.us/j/97399912770
Passwort: ph!a21
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

In einem Werbespot der Marke Gilette werden Männer aufgefordert, die beste Version ihrer selbst zu sein, und alle rasten aus. Nicht erst seit diesem Video wird heiß darüber diskutiert, was genau das eigentlich ist: Männlichkeit, und welche negativen Konsequenzen es hat, wenn Männer immer männlich sein müssen. Im Vortrag wird es um den problematischen Zusammenhang von sexueller Gewalt und Männlichkeit gehen und um die folgenden Fragen: Warum wird sexuelle Gewalt fast ausschließlich von Männern begangen? Warum ist sie so weit verbreitet und warum gibt es so wenig wirksame Maßnahmen gegen sie? Und nicht zuletzt: Wie kann uns eine radikale kritische Perspektive auf Männlichkeit helfen, diese Probleme anzugehen?
Bilke Schnibbe ist Redaktionsmitglied der linken Monatszeitung analyse & kritik und arbeitet außerdem als Psycholog*in Berlin. Aktuell sind Bilkes Themen Feminismus und Care-Arbeit, sexuelle Gewalt und Psychotherapie.
Der Vortrag findet in Kooperation mit Phia e.V. statt und bildet den Auftakt der Vortragsreihe »Beziehungsweise Männlichkeit – von Catcalling bis Femizid«. Weitere Vorträge werden am 22. und 29. Juli im Mjut in Leipzig und am 5. und 12. August in der Zukunft am Ostkreuz in Berlin stattfinden. Alle Vorträge werden online übertragen, nähere Infos unter www.phia-ev.de.
Link zum Vortrag: https://uni-bamberg.zoom.us/j/97399912770
Passwort: ph!a21
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

Die Klimakrise und die Unterdrückung von FLINTA-Personen sind tief verwurzelt in den herrschenden Macht- und Unterdrückungssystemen. Wie insbesondere Klimagerechtigkeit und Feminismus zusammenhängen, soll aus einer intersektionalen feministischen Perspektive analysiert werden. Anschließend stellt der Vortrag die berühmt-berüchtigte Frage, wie sich die Theorie denn in Praxis umsetzten lässt, und versucht Wege aufzuzeigen, Klimagerechtigkeitsaktivismus feministischer zu gestalten.
Alina Nüßing und Lena Uhl studieren beide Politikwissenschaften und arbeiten zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und Soziale Bewegungen. Neben dem Studium sind die beiden u. a. in der Klimagerechtigkeitsbewegung sowie in feministischen Kontexten aktiv.
Stream auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=_WaIhCROdog
Diskussion ab 21:30 Live auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
Beginn jeweils: 20:00 Uhr




Am 23.10.2020 titelte das regionale Nachrichtenportal InFranken.de anlässlich der Diskussion um ein Figurenpaar am Bamberg Dom reißerisch: »Sind diese Statuen antisemitisch?«. Der Streit um den Umgang mit antijudaistischen Darstellungen in mittelalterlichen Kirchen ist auch in Bamberg nicht neu. Leider zeichnete sich der öffentliche Diskurs darüber bisher durch unzureichende Recherche und mangelndes Verständnis der Figuren, ihrer theologischen Grundlage und der baulichen Situation aus. Auch gibt es bisher keine zufriedenstellenden Konzepte für einen langfristigen Umgang mit den betreffenden Figuren. Der Vortrag möchte diese Lücken schließen und dadurch eine fundiertere Diskussionsbasis schaffen.
Constantin Ganß, Lea Hirschfelder und Engel Friederike Holst studieren Politikwissenschaften, Geschichte, Denkmalpflege und Kunstgeschichte und engagieren sich im Jungen Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bamberg gegen Antisemitismus.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Jungen Forum (JuFo) der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bamberg statt.
Vortrag um 20:15 auf YouTube: youtube.com/watch?v=gABqrgBGLFI
Diskussion ab 21:15 auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt

Jüdinnen:Juden wird in der Öffentlichkeit die Rolle von Opfern zugeschrieben. Entsprechend machen viele von ihnen die Erfahrung, dass ihre Sichtbarkeit sich darauf begrenzt, als Betroffene von Antisemitismus oder als Auslandsvertretung von Israel aufzutreten. Die Komplexität jüdischer Erfahrungen findet darin keinen Platz. Das betrifft sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit. Jüdisches Leben in Deutschland wird in der deutschen Geschichte auf die Zeit der Verfolgung und Ermordung während der Shoa reduziert. Die Vielfalt der jüdischen Kultur kann so nicht gesehen werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um eine wehrhafte handelt. Dabei sprach bereits die in Deutschland beliebte Philosophin Hannah Arendt davon, dass der »jüdische Lebenswille berühmt und berüchtigt« sei. Doch wo sind all die Geschichten von den kämpfenden Jüdinnen:Juden und die von ihrem Widerstand gegen autoritäre Herrschaft?
Monty Ott ist Publizist, promoviert zu »Queerem Judentum in Deutschland«, und war bis 2021 Gründungsvorsitzender der queer-jüdischen Initiative Keshet Deutschland e.V. Ruben Gerczikow beschäftigt sich seit vielen Jahren mit rechtsextremen Strukturen, war Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und der European Union of Jewish Students. Beide sind Teil des jüdischen Medienprojektes Laumer Lounge.
Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Jungen Forum (JuFo) der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bamberg statt und wird von der »Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg« im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Stream des Vortrags auf Youtube: https://youtu.be/AMUeIgiCUqA
Diskussion und Vortrag auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt


Mehr Infos zu uns und zu den einzelnen Vorträgen findet ihr in unserem wunderbaren Programmheft.
Wir wollen euch natürlich auch im Sommersemester ein ausgewogen unausgewogenes Programm bieten und setzen uns daher am letzten Donnerstag des Wintersemesters zusammen, um virtuell Pizza zu bestellen, Bier zu trinken und über das Sommersemester nachzudenken. Alle, die uns kennenlernen oder in der Freien Uni mitmachen wollen, sind dazu sehr herzlich eingeladen.
Link: https://meet.jit.si/freieunibamberg
Beginn: 20:00



Dass das Internet zur Verbreitung rechtsextremer Ideologien in Europa und den USA beiträgt, ist weitgehend bekannt.Aber wie genau sieht die Wechselwirkung zwischen sozialen Netzwerken und dem Erstarken rechtsextremer Bewegungen aus, und welche Rolle spielen sie? Antworten auf diese Fragen finden wir vielleicht in Irland: Nachdem die Republik, im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, weitgehend immun gegen den Rechtsruck gewesen zu sein schien, beunruhigte im Sommer 2020 die Nachricht über einen Anstieg rechtsextremer Aktivitäten. Interessant ist, dass hier (zumindest auf den ersten Blick) fast ausschließlich Radikalisierungsprozesse in sozialen Netzwerken als Ursprung betrachtet werden. Wir werden daher prüfen, ob diese Erklärung tatsächlich ausreicht, welche Lösungsvorschläge auf staatlicher Ebene möglich sind und welche Gegenmaßnahmen sich aus einer linken Perspektive hieraus ableiten lassen.
Hannah O‘Neill studiert Politikwissenschaft in Bamberg.
In ihrem ersten Vortrag in der freien uni bamberg hat sie 2019 über feministische Perspektiven auf den Brexit gesprochen.
Ab 20:15 – Vortrag auf Youtube: https://youtu.be/IaD8-yAbi-M
Ab 21:30 – Diskussion in zoom: https://uni-bamberg.zoom.us/j/94057810266
Passwort: vq6kH^
Eintritt/Zugang: frei



Die »Treuhand« darf als eine der umstrittensten Organisationen der jüngeren deutschen Geschichte gelten – zumindest im Osten des Landes. Ab 1990 trägt sie, unter der Führung westdeutscher Manager*innen, die Verantwortung für die Privatisierung oder Abwicklung von über 8.000 Betrieben mit vier Millionen Beschäftigten, die zu Massenentlassungen führten und Diskussionen und Proteste auslösten. Die Treuhand prägt die neuen Bundesländer bis in die Gegenwart hinein. Während Autor*innen des konservativ-liberalen Spektrums sowie ehemalige Treuhand-Mitarbeiter*innen von einer »alternativlosen« Erfolgsgeschichte auf den »Trümmern« der Planwirtschaft sprechen, sehen linke und v. a. ostdeutsche Kritiker*innen darin eine brutale »Abwicklung« oder sogar die neoliberale »Kolonialisierung« des Ostens unter Federführung von Westkonzernen. Der Vortrag beleuchtet die ideellen Grundlagen, den praktischen Alltag sowie die konkreten Erfahrungen der Treuhand und ihres Personals sowie ihre langfristigen Spuren in der (ost-)deutschen Erinnerungskultur bis in die Gegenwart.
Marcus Böick hat als Stipendiat der Stiftung Aufarbeitung promoviert. Seit 2017 ist er Akademischer Rat am Historischen Institut der Ruhr-Universität.
Live-Stream auf Youtube: https://youtu.be/96ryeL2NtW8
Interaktiv auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt
Beginn: 20:00
Eintritt/Zugang: frei

Link zum Video: https://youtu.be/2S0JWfnyV-o (wird um 20:15 Public geschaltet).
Diskussion hier im Pad: https://pad.systemli.org/p/kiba_bamberg
Bamberg wird mit seinen Rot-Grünen Stadtoberhäuptern, den vielen alternativen Studis, die sich in Goa-Hosen im Hain tummeln, und seiner Kunst- und Kulturszene gerne als Insel des Liberalismus in einem Meer aus blau-schwarzen Käffern wahrgenommen. Doch auch in Bamberg gibt es rechte Organisationen, die in und aus Bamberg heraus agieren. KIBA, your favourite local antifascists, wollen euch einen kleinen Abriss über die letzten fünf Jahre geben: Auf neonazistischer Seite stechen vor allem der Prozess gegen die Weiße Wölfe Terrorcrew und Aktionen des Dritten Wegs hervor. Auch die steile Karriere der AfD seit der vorletzten Kommunalwahl und ihre gefühlte Omnipräsenz in der Stadt werden wir uns genauer ansehen.
KIBA steht für Kultur, Information, Bildung und Antifaschismus. Die Gruppe ging aus dem Organisationskollektiv des festival contre le racisme hervor und betreibt in Bamberg politische Kultur- und Aufklärungsarbeit.
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://pad.systemli.org/p/kiba_bamberg. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Außerdem können hier Fragen an die Referent*innen gestellt werden.
Beginn: 20:00
Eintritt/Zugang: frei

Seit den 2010er Jahren versammeln sich unter dem Begriff »Degrowth« bzw. »Postwachstum« verschiedene Akteure mit zum Teil widersprüchlichen Inhalten. Sie alle eint die Kritik an Wirtschaftswachstum und der Klimakrise. So weit, so vage. Im deutschsprachigen Raum repräsentiert z. B. Niko Paech ein bestimmtes Spektrum von »Postwachstum«, das mit »Entschleunigung« und »regionalisierter Subsistenzwirtschaft« aufwartet und eine Nähe zu Zinskritik und individualisierten Verzichtsappellen aufweist. Linke und (ideologie-)kritische Kritik daran ist durchaus sinnvoll und richtig. Sie tendiert aber dazu, das sprichwörtliche Kind mit dem Bade auszuschütten. Denn hinter die ökologische Krise gibt es kein Zurück, und auch die kommunistische Weltgesellschaft wird sich nicht einfach im Handumdrehen als das vollautomatisierte Paradies auf Erden einstellen. Entgegen dem Vorurteil, Postwachstum sei reine Alltagsreligion, möchte der Vortrag marxistische und antikapitalistische Positionen innerhalb des Diskurses stark machen und mögliche Anknüpfungspunkte für die kommunistische Praxis aufzeigen.
René Haase ist Sozialwissenschaftler und arbeitet beim Konzeptwerk Neue Ökonomie in Leipzig. Seine Themenschwerpunkte sind Öffentlichkeitsarbeit, Gesellschaftstheorie und Kritik von Lohnarbeit.
Live-Stream auf Youtube: https://youtu.be/-VsafxRLdZA
Interaktiv auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt
Beginn: 20:00
Eintritt/Zugang: frei



Eine heute häufig gestellte Diagnose ist, dass ein politischer Rechtsruck stattgefunden hat und noch immer stattfindet. Eine Akteurin dieser Verschiebung ist die stets besonnen und intellektuell auftretende »Neue Rechte«. Wie diese Strömung tickt, soll anhand eines Rückblicks in die Weimarer Republik geklärt werden: Hier wirken die Autoren der »Konservativen Revolution«, die den primären historischen Bezugspunkt der Neuen Rechten darstellen. Die Grundstimmung, das Weltbild und die Motive, kurz: die Vibes der Konservativen Revolution, begegnen uns heute wieder. Der geschichtliche Zusammenhang kann helfen, sie besser zu verstehen und zu durchschauen.
Lukas Wittmann hat Philosophie und Soziologie in Bamberg studiert und die freie Zeit bis zum Beginn seines Masterstudiums unter anderem dafür genutzt, sich mit der Konservativen Revolution zu beschäftigen.
Live-Stream auf Youtube: https://youtu.be/kqFAFd31d2g
Interaktiv auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt
Beginn: 20:00
Eintritt/Zugang: frei


Linke, die jahrzehntelang die soziale Frage entweder völlig vergessen oder stiefmütterlich behandelt haben, haben die Deutung wichtiger gesellschaftlicher Konflikte den Liberalen und Konservativen überlassen. Viele erhoffen sich jetzt von der Rückbesinnung auf die Klasse und ihre Kämpfe einen Ausweg. Doch in dem von Finanzmarktdynamik und Globalisierung getragenen Kapitalismus, in dem die Konkurrenz aller gegen alle mehr denn je Gesellschaft und Alltagsleben dominiert, ist die Beschwörung irgendeiner ominösen Klassenidentität nur eine nostalgische Phantasie. Ob Wohnungsfrage, radikale Arbeitszeitverkürzung oder die Verhinderung der Klimakatastrophe – für keinen der Kämpfe, die heute geführt werden müssen, ist mit der Wiederentdeckung der Klasse irgendetwas gewonnen.
Ernst Lohoff ist Redakteur der Zeitschrift krisis – Kritik der Warengesellschaft (www.krisis.org). Lothar Galow-Bergemann schreibt u. a. auf der Seite Emanzipation und Frieden (www.emafrie.de.org) und hat in der freien uni bamberg zuletzt über »Digitalisierung: Die Chance für ein besseres Leben ergreifen!« gesprochen.
Unterstützt durch die DGB Hochschulgruppe Bamberg.
Ort: Der Vortrag wird nicht über YouTube gestreamt, sondern findet über das Videokonferenz-tool „Zoom“ statt. Um teilzunehmen, einfach um 20 Uhr auf folgenden Link klicken:
https://uni-bamberg.zoom.us/j/98187083521
Dass Passwort der Sitzung lautet: 7#+vnJ
Die Meeting-ID lautet: 981 8708 3521
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

Asexualität – das A im ständig wachsenden und immer unübersichtlicheren Buchstabensalat von LSBTTIAQP+. Aber was bedeutet dieses Wort eigentlich? Welche Begriffe und Definitionen gibt es? Welchen Platz hat A_sexualität zwischen all den anderen Buchstaben der queeren Community, und welche Erfahrungen machen a_sexuelle Menschen in queeren Kreisen, aber auch im Alltag? Was hat das alles mit Amöben zu tun? Diesen Fragen wollen wir in einem interaktiven Vortrag auf den Grund gehen. Dafür ist kein Vorwissen nötig – wir starten bei den Basics und haben genug Zeit für Fragen und allen Redebedarf.
Balthazar Bender (er/ihm oder keine Pronomen) studiert Gender Studies im Master an der Universität Freiburg und betreibt a_sexuellen Aktivismus online, bei Vorträgen und in Workshops. Besonders gerne beschäftigt sich Balthazar mit a_sexueller Repräsentation in den Medien und a_sexueller Geschichte. Seit 2013 ist Balthazar außerdem beim Queer Lexikon aktiv, einer Online-Anlaufstelle für queere Jugendliche.
Unterstützt durch die QueerCommUNIty Bamberg
Ort:
Interaktiv auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt
Live-Stream auf Youtube: https://youtu.be/oY7Fx5kWzMU
Beginn: 20:15 (pünktlich)
Eintritt: frei

Die Intelligenzmessung stellt bis heute eines der bedeutendsten Forschungsgebiete psychologischer und sonderpädagogischer Diagnostik dar. Dabei löst das »Intelligenz«-Konstrukt – nicht zuletzt aufgrund seiner Anknüpfungspunkte für rassistische Ideologien –immer wieder Kontroversen aus. Die Wurzeln der Eugenik lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen.Die ihr zugrunde liegende Vorstellung von der natürlich vererbten Überlegenheit bestimmter Menschengruppen findet sich aber auch in aktuellen Debatten wieder. In diesem Vortrag soll Intelligenz daher in ihrem historischen und politischen Kontext kritisch betrachtet werden, um das ihr innewohnende Potential der Hierarchisierung in einer technisch-rationalen Gesellschaft zu problematisieren.
Vincent Weickart studiert im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaft in Bamberg und ist nebenbei gewerkschaftlich aktiv.
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Außerdem können hier Fragen an die Referent*innen gestellt werden.
Die Corona-Krise ist auch eine Krise der Kleinfamilie. Sie zeigt, dass ein oder zwei Menschen nicht ausreichen, um sich neben dem Vollzeitjob noch um Kinder (um andere soziale Beziehungen und um sich selbst etc.) zu kümmern, ohne dabei verloren zu gehen. Auf politischer Ebene ist die Kleinfamilie jedoch noch immer sehr beliebt. Steuerlich und wohnungspolitisch wird sie privilegiert. Obwohl Gleichberechtigung in aller Munde ist und viel darüber gesprochen wird, dass die Familienformen sich wandeln, gilt die heterosexuelle Kleinfamilie weiterhin als normal – und mit ihr die Ungleichheit in Familien: Sorgearbeit ist größtenteils noch immer Frauensache. Ein Phänomen, dass in der Corona-Krise deutlicher denn je zutage tritt.
Welche Rolle spielt das Ideal der Kleinfamilie dabei, Geschlechterungleichheit und die gesellschaftlichen Elternrollen (z. B. die Mutter als Hauptverantwortliche) immer neu hervorzubringen? Welche Möglichkeiten für gleichberechtigte Elternschaft gibt es? Co-Elternschaft soll in diesem Zusammenhang als Familienform, die nicht (allein) auf einem romantischen Beziehungskonzept aufbaut, vorgestellt und in ihren Vor- und Nachteilen diskutiert werden.
Alicia Schlender hat Politik und Geschlechterforschung studiert und beschäftigt sich mit Familie und Feminismus, Ungleichheit, Mutterschaft und alternativen Familienformen. Sie lebt mit Kindern in einer Wohngemeinschaft.
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
Rechtsextreme – das sind doch diese Typen mit Glatze und Springerstiefel, die von »Rassereinheit« träumen und vom »geheimen Judenstaat« schwadronieren … Spätestens seit den Wahlerfolgen der Alternative für Deutschland (AfD) dürfte klar sein, dass derlei vereinfachte und einseitige Vorstellungen der Vergangenheit angehören. Die (extreme) Rechte in Deutschland ist vielseitig und anpassungsfähig. Das zeigt sich nicht zuletzt in der Beteiligung von Personengruppen, die der traditionalistischen, nationalistisch-rassistischen und homo-/transphoben Ideologie der Rechten zu widersprechen scheinen. Der Vortrag beleuchtet einige Strategien der (extremen) Rechten zur Legitimierung dieser Paradoxien und gibt anhand ausgewählter aktueller Beispiele – vom »nationalem Feminismus« bis zur Mitwirkung von Trans*-Personen in rechten Organisationen oder Gruppen – einen Überblick über die aktuelle Ausdifferenzierung der Rechten hinsichtlich Gender- und Queerthemen.
Katrin Degen ist Sozialarbeiterin M.A. bei der Aidshilfe Nürnberg e.V. und Promovendin an der Universität Bamberg.
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
»Oder soll man es lassen?«, titelte im Sommer 2018 Die Zeit und stellte damit zur Debatte, ob Menschen im Mittelmeer überhaupt aus Seenot gerettet werden sollen. Die Indifferenz und Kälte, die Flüchtenden oder Prekarisierten entgegenschlägt, ist mehr als nur ein Element der zur technischen Rationalität verkümmerten Vernunft. Sie ist weder Selbstzweck noch Extremfall der bürgerlichen Gesellschaft, deren ekstatischer Taumel die Volksgemeinschaft ist. Sie ist ihr Kitt. Mit Hass auf das Individuum, und auf sich selbst, wird die Liebe zur Gemeinschaft erkauft. Diskussionen über die Rettung von Ertrinkenden zeugen von einer Gesellschaft, die in der Kälte gegen andere Kälte gegen sich selbst auslebt und sich dabei an der eigenen Mitleidlosigkeit berauscht. Demagog*innen versuchen sich darin zu übertrumpfen, wer am gefühllosesten ist, wer als erster erwägt, Frauen und Kinder an der Grenze zu erschießen, wer am vehementesten für Abschiebungen eintritt, wer den brutalsten Sozialchauvinismus zur Schau stellt und wer der Welt am deutlichsten klar macht, dass »wir« nicht ihr Sozialamt sind. Eine szenische Lesung über Deutschlands Suche nach seinem Platz in der Antarktis.
Tom David Uhlig ist Mitarbeiter der Bildungsstätte Anne Frank und Mitherausgeber der Zeitschrift Freie Assoziation für psychoanalytische Sozialpsychologie sowie von Psychologie & Gesellschaftskritik. Mit Katharina Rhein und Eva Berendsen veröffentlichte er 2019 Extrem Unbrauchbar. Über Gleichsetzungen von links und rechts.
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
Die »Postwachstumsökonomie« kann weder die ökologische noch die soziale Frage lösen. Sie geht mit einem Abgrenzungsbedürfnis gegenüber den arbeitenden Klassen einher und ist anschlussfähig für die politische Rechte. Postwachstumstheoretiker*innen setzen auf ein neues Menschenbild, auf eine Ethik des Verzichts und sie tragen Forderungen an die Menschen heran, die zu einer Alltagsreligion geworden sind. Sie führen zu Schuldgefühlen und erwecken den Eindruck moralischer Überlegenheit. Wichtiger als die Kritik des Wachstumsprinzips wäre es allerdings, die ökologische Krise selbst in den Fokus der Kritik zu rücken und zu erörtern, was sie mit der Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft zu tun hat.
Mathias Beschorner ist Historiker und freier Autor. Er lebt in Leipzig und referiert zu den Themen »Postwachstumsideologie« und »Polyamorie«. Gemeinsam mit Konstantin Nowotny und Jennifer Stevens arbeitet er an einem Sammelband zur romantischen Liebe, offenen Beziehungen und zu Polyamorie.
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
Am 19.12.1980 wurden Shlomo Lewin und Frida Poeschke in Erlangen Opfer eines antisemitischen Mordanschlags. Der mutmaßliche Täter, Uwe Behrendt, stand der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann nahe, floh nach der Tat in den Libanon und entzog sich so der Verantwortung. Zahlreiche Umstände der Tat sind bis heute ungeklärt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Tat sowie die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse, die sie zuerst möglich und im Anschluss daran vergessen machten. Um das Attentat aufzuarbeiten und kritisch daran zu erinnern, gründete sich im Januar 2019 die initiative kritisches gedenken erlangen. Der Vortrag dokumentiert den momentanen Stand der Recherche sowie die Perspektive und das Selbstverständnis, das diesem Gedenken zugrunde liegt. Der Begriff der „Selbstverunsicherung“ wird dabei als entscheidende Voraussetzung für kritisches Erinnern und Gedenken betrachtet. Er soll im Vortrag erläutert und im Anschluss daran zur Diskussion gestellt werden.
Die initiative kritisches gedenken erlangen hat sich im Januar 2019 gegründet um das antisemitische Attentat auf Shlomo Lewin und Frida Poeschke aufzuarbeiten. Damit schließt die Initiative an die Arbeit verschiedener Erlanger antifaschistischer Gruppen an, die seit 2009 jedes Jahr zum Jahrestag der Ermordung am 19. Dezember ein öffentliches Gedenken in der Erlanger Innenstadt veranstaltet haben. Auf diese Weise sollen Shlomo Lewin und Frida Poeschke erinnert und die Verhältnisse angeklagt werden, die sie zu Opfern gemacht haben, bis heute fortexistieren und auf das Vergessen drängen.
Ort: Aufgrund der geltenden Einschränkungen können die Veranstaltungen der Freien Uni bis auf Weiteres nicht wie gewohnt im Balthasar stattfinden.
Beginn: 20:00
Eintritt: frei
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Vorgehen für Online-Vorträge der fub allgemein:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
Vorgehen für Online-Vorträge der fub:
Besucht zum angegebenen Vortragstermin um 20 Uhr die Seite https://l.linkspad.de/p/fub-bamberg-digital. Hier teilen wir den Link zum Video und ggf. ein Passwort zum Öffnen der Datei und Moderieren den Vortragsabend. Innerhalb des Pads werden Fragen zum Vortrag gesammelt, die dann entweder direkt nach dem Vortrag oder möglichst zeitnah in einer gesonderten Videoantwort beantwortet werden.
Viele haben spekuliert, viele haben danebengelegen. Die freie uni bamberg findet auch in diesem Sommersemester statt! Dass wir natürlich keine Happenings im Balthasar feiern können, dürfte klar sein. Daher: Donnerstags ab jetzt Netflix ausmachen und lieber die fub streamen. Wie das alles geht, wie das Programm überhaupt aussieht und ob unsere Referent*innen bezahlt werden (natürlich!), schreiben wir demnächst. Der erste Vortrag findet bereits am 30. April statt. freie uni bamberg jetzt frei nach Hause.


Wir versuchen natürlich, die Vorträge von Chris Reitz und Ricarda im kommenden Semester nachzuholen!



Alle sollen eine haben, aber niemand weiß so recht, was das ist. Und wer dann doch keine hat, ist zum Suchen verdammt. »Heimat« war jedoch schon immer verloren, schon immer im Gestern. Entstanden als romantische Gegenbewegung zu Veränderung, Erweiterung, gesteigerter Komplexität und Verschiebung von Machtstrukturen, bezieht sich »Heimat« als Bewahrerin alles vermeintlich Guten, auf das Bild einer idyllischen Vergangenheit, die es nie gegeben hat. Die völkische und nationalistische Interpretation von Heimat, unterstützt durch Landeskunde und Geschichtswissenschaften, hat Bilder geschaffen, die auch heute noch wirken und identitätspolitisch genutzt werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über die historische Entwicklung des bürgerlichen wie des sozialistischen Heimatbegriffs, die eng vernetzt ist mit der Erfindung und Etablierung von Volk und Nation.
Anna Regener hat in Bamberg Historische Geographie studiert und sich dabei mit Erinnerungskultur, Nationenbildung und dem leidigen Thema »Heimat« auseinandergesetzt und freut sich auf die gesicherte Zukunft innerhalb der neoliberalen Wissenschaft *zwinkersmiley* #prekariat.
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1
(zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei



Der Vortrag will die Situation von Frauen im Iran als Opfer der Unterdrückung sowohl durch das iranische Regime als auch durch iranische Männer erläutern. Außerdem wird die Rolle der Frau im Islam generell und im Besonderen als Täterinnen innerhalb der iranischen Moralpolizei erläutert. Am Beispiel von Aktivistinnen wie Masih Alinejad wird verdeutlicht, dass es im Iran auch widerständige Frauen gibt.
Tina Sanders lebt als Politologin und Aktivistin in Leipzig und schreibt gelegentlich u. a. für Sans Phrase, Jungle World und den Platypus Review.
Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei



