2x fub diese Woche

Donnerstag 8.12

Andreas Kallert / Heine r Heiland / Vincent Gengnagel:

Deutsche Perspektiven auf Ostafrika

Krieg mit anderen Mitteln (Info s. unten)

Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

Freitag, 09.12.2011

GEORG FÜLBERTH:

Die Funktion von Wirtschaftskrisen im Kapitalismus

(Info s. unten)

Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)

Beginn: 20:00

Eintritt: frei

Andreas Kallert / Heine r Heiland / Vincent Gengnagel:

Deutsche Perspektiven auf Ostafrika

Krieg mit anderen Mitteln

»Wir haben bestimmte Standards, weil unsere Entwicklungspolitik wertorientiert ist. Von diesen Standards weichen wir nicht ab. Entwicklungspolitik darf aber auch interessengeleitet sein, solange die Werte im Vordergrund stehen.« (Bundesentwicklungsminister Niebel, 2010)

Wir werden zunächst die machtpolitische Situation in Ostafrika skizzieren, um die Rolle Deutschlands in dieser Region kritisch aufzeigen zu können: von der Kolonialgeschichte – insbesondere Somalias, Äthiopiens, Sudans und Kenias – bis hin zur entwicklungspolitischen Niebel-Köhler-Ära, die mit wachsender Selbstverständlichkeit den humanitären Wertekanon übergehen »darf« – und dafür gute Gründe hat. Eine Analyse der strategischen Interessen der »Zivilmacht« Deutschland soll die Grundlage für die anschließende Diskussion bilden, die zum Beispiel der Frage nachgehen könnte, worin der Unterschied zwischen entwicklungspolitischen Engagement außer- und innerhalb der Bundeswehr liegt.

Vincent Gengnagel und Andreas Kallert haben im letzten Semester über Entwicklungslinien der bayerischen Außenpolitik gegenüber Tschechien und Ungarn gesprochen, während Heiner Heiland als Praktikant unter Niebel gedient hat.

GEORG FÜLBERTH:

Die Funktion von Wirtschaftskrisen im Kapitalismus

Die Trennung von spekulativem und produktivem Kapitalismus ist irreführend. Eine zentrale Voraussetzung von Investition im Kapitalismus ist die „Erwartung“, dass eingesetztes Kapital einen Gewinn bringt. „Erwartung“ lässt sich auch mit „Spekulation“ übersetzen. Nicht nur der/die Börsenjobber_in, sondern auch der/die produktive Unternehmer_in muss also in diesem Sinn investieren.
Durch Gewinne wird das vorhandene Kapital vermehrt, Fachausdruck: “akkumuliert“. Da dies unter den Bedingungen von Konkurrenz geschieht, kommt es immer wieder zu Über-Akkumulation, die anschließend in einer zyklischen Krise abgebaut wird. Diese zyklischen Krisen haben eine Reinigungsfunktion.
Daneben gibt es Systemische Krisen, die überzyklisch auftreten und in denen das kapitalistische Gesellschaftssystem eine völlig neue Form annimmt. In der bisherigen Geschichte gab es sie viermal: 1873, 1929, 1975 und seit 2007.
Wie wird der Kapitalismus nach der gegenwärtigen Krise aussehen? Das soll in Vortrag und Diskussion erörtert werden.

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