fub presents: 13.12. Magdalena Marsovsky. Ungarn konservative Revolution

2010 erhielt die rechte Fidesz 53% der ungarischen Wahlstimmen und damit die absolute Mehrheit. Weitere 17 Prozent stimmten für die »Bewegung für ein besseres Ungarn« (Jobbik), die sich offen zu rechtsextremen Positionen bekennt. Ideologische Rückendeckung finden solche völkischen und demokratiefeindlichen Parteien durch eine Gesellschaft, in der Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus weit verbreitet sind. Die ungarische Nation, so scheint es, ist durch die Wahlen zu einer geschlossenen Gesellschaft g
eworden, die sich als ethnisch homogene Volksgemeinschaft definiert. Auf ein Feindbild angewiesen geht die chauvinistische Politik einher mit der Gleichschaltung von Medien, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Wer nicht als Teil des »magyarischen Volkstums« betrachtet wird, sieht sich einem gewaltigen psychischen und wirtschaftlichen Homogenisierungsdruck ausgesetzt. Die wohl am stärksten gefährdeten Gruppen, gegen die sich eine Politik des Hasses richtet, sind Roma, Jüdinnen und Juden und Kosmopolit_innen, Intellektuelle, Linksliberale, Obdachlose und Homosexuelle, die als »verjudet« gelten.

Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschaftlerin, freie Publizistin, Lehrbeauftragte der Hochschule Fulda, Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V. und Vorstandsmitglied der in Ungarn tätigen Bürger_innenrechtsbewegung für die Republik (Nachfolgeorganisation der ehemaligen Roma-Bürger_innenrechtsbewegung).

Ort: Balthasar, Balthasargässchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

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