Donnerstag, 29.04.: RUBEN GERCZIKOW / MONTY OTT: Die Juden sind nicht kleinzukriegen

Jüdinnen:Juden wird in der Öffentlichkeit die Rolle von Opfern zugeschrieben. Entsprechend machen viele von ihnen die Erfahrung, dass ihre Sichtbarkeit sich darauf begrenzt, als Betroffene von Antisemitismus oder als Auslandsvertretung von Israel aufzutreten. Die Komplexität jüdischer Erfahrungen findet darin keinen Platz. Das betrifft sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit. Jüdisches Leben in Deutschland wird in der deutschen Geschichte auf die Zeit der Verfolgung und Ermordung während der Shoa reduziert. Die Vielfalt der jüdischen Kultur kann so nicht gesehen werden, vor allem dann nicht, wenn es sich um eine wehrhafte handelt. Dabei sprach bereits die in Deutschland beliebte Philosophin Hannah Arendt davon, dass der »jüdische Lebenswille berühmt und berüchtigt« sei. Doch wo sind all die Geschichten von den kämpfenden Jüdinnen:Juden und die von ihrem Widerstand gegen autoritäre Herrschaft?

Monty Ott ist Publizist, promoviert zu »Queerem Judentum in Deutschland«, und war bis 2021 Gründungsvorsitzender der queer-jüdischen Initiative Keshet Deutschland e.V. Ruben Gerczikow beschäftigt sich seit vielen Jahren mit rechtsextremen Strukturen, war Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion Deutschland und der European Union of Jewish Students. Beide sind Teil des jüdischen Medienprojektes Laumer Lounge.

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Jungen Forum (JuFo) der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bamberg statt und wird von der »Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Bamberg« im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Stream des Vortrags auf Youtube: https://youtu.be/AMUeIgiCUqA

Diskussion und Vortrag auf Jitsi: https://meet.jit.si/freieunibamberg
PW: AdornoHatGesagt

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