fub presents: Donnerstag, 05.05.2016: CHRISTIAN WERTHSCHULTE: Schreiben, was ist ‒ auch wenn man nicht dabei war. Die Leerstellen der Kölner Silvesternacht und wie sie rassistisch gefüllt wurden

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Die Silvesternacht 2015 am Kölner Hauptbahnhof markiert eine Zäsur in Migrations-Diskurs und -Politik. Ihre Signifikanz steht jedoch im Widerspruch zu den Informationen über die tatsächlichen Ereignisse, die auch Monate später immer noch lückenhaft sind: Über die Täter sind sie vom Ermittlungsstand abhängig; aus den Polizei- und Sicherheitsapparaten gelangen sie nur langsam und interessengeleitet an die Öffentlichkeit. Die so entstehenden Leerstellen werden seit dem Beginn der Berichte in erster Linie rassistisch gefüllt. Die Stimmen der Opfer werden dabei marginalisiert, ebenso wie die Einwände von Vereinen und Organisationen, die schon lange gegen sexualisierte Gewalt aktiv sind. Dieser Vortrag möchte zum einen die Ereignisse der Silvesternacht kurz rekonstruieren und zum anderen fragen, mit welchen Stereotypen und Mechanismen die Leerstellen gefüllt wurden.

Christian Werthschulte arbeitet als Politikredakteur bei der Kölner StadtRevue. Zuletzt hat er in der Freien Uni über die britischen Riots gesprochen.

Ort: Balthasar, Balthasargäßchen 1 (zwischen Schranne und Kaulberg)
Beginn: 20:00
Eintritt: frei

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