Donnerstag, 25.11.21: PLURALE ÖKONOMIK / DANIEL MAYERHOFFER / JAN SCHULZ: »Ich sehe was, was du nicht siehst«: Soziale Vergleiche und die Grenzen der Wahrnehmung

In der orthodoxen volkswirtschaftlichen Modellwelt sind Akteur*innen häufig vereinzelte Wesen und interagieren nur in Ausnahmfällen. In der Realität vergleichen wir uns hingegen ständig entlang verschiedener Dimensionen mit den Menschen in unserem Nahbereich. Unser Wohlbefinden hängt aber nicht nur davon ab, wie gut es uns selbst geht, sondern auch davon, wie gut es uns im Vergleich zu anderen geht. Das hat bedeutende Auswirkungen auf die Weise, wie Märkte funktionieren (und für wen) und ebenso darauf, ob wir soziale Ungleichheiten im Alltag wahrnehmen und inwieweit ethischer Konsum tatsächlich einen signifikanten Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise leisten kann. Im Vortrag wollen wir aufzeigen, wie eine Modelltheorie sozialer Vergleiche uns verstehen helfen kann, warum die steigende ökonomische Ungleichheit derart wenig Protest nach sich zieht, warum marginalisierte Menschen Ungleichheiten besser einschätzen können und woher eigentlich plötzlich die ganzen SUVs auf den Straßen kommen.

Daniel Mayerhoffer ist seit 2019 bei der Pluralen Ökonomik Bamberg. Er promoviert auf dem Gebiet der Computerunterstützten Sozialwissenschaftlichen Modellierung und tüftelt in seiner Freizeit an Legomodellen. Jan Schulz promoviert in Bamberg zu Fragen der ökonomischen Ungleichheit, hat 2015 die Gruppe Plurale Ökonomik in Bamberg mitbegründet und sucht seitdem nach Wegen, soziale Interaktion fruchtbar zu modellieren.

Vortrag Live via Zoom: https://uni-bamberg.zoom.us/j/95941800585

(kein Kenncode erforderlich, Zutritt ohne Zoom-Installation über „Join from Your Browser“ möglich)

Beginn: 20:00

Eintritt/Zugang: frei

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