Donnerstag, 18.11.21: LASSE PESCHKA: Sex mit Puppen: Patriarchaler Albtraum oder perfekte Partnerinnen?

Sexpuppen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Vom aufblasbaren Latex-Spielzeug, das allenfalls zum Gag bei Junggesellenabschieden taugt, haben sie sich in übersexualisierte und ultrarealistische Silikon-Abbilder des weiblichen Körpers verwandelt. Die Beurteilung dieser Puppen könnte unterschiedlicher nicht sein: Während die einen in Ihnen die »perfekte Partnerin« und die Zukunft der Intimbeziehung sehen, sorgen sich andere um das Wohl von Frauen und Kindern und fordern ein Verbot von Sexpuppen und -robotern.In dieser polarisierten Debatte möchte ich den Spagat versuchen, die Kritik an Sexpuppen und die möglichen negativen Konsequenzen ihrer Nutzung zu bedenken und gleichzeitig ihre Nutzer*innen nicht vorzuverurteilen. Sind Sexpuppen die final objektifizierte Frau und ist die Puppenszene der Nährboden für sexistisches Gedankengut? Oder sind die Puppen harmlos und bergen vielleicht sogar queeres Potenzial?

Lasse Peschka hat Psychologie studiert und seine Masterarbeit über die Nutzung von Sexpuppen geschrieben. Seine Schwerpunkte sind unter anderem Sexualität und Geschlecht. Aktivistisch setzt er sich für Fragen der Gleichberechtigung ein, derzeit vor allem im Eltern-Kontext.

Vortrag Live via Zoom: https://uni-bamberg.zoom.us/j/95941800585

(kein Kenncode erforderlich, Zutritt ohne Zoom-Installation über „Join from Your Browser“ möglich)

Beginn: 20:00 Eintritt

Zugang/Eintritt: frei

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